Baumpflege

Baumpflege bzw. die Bezeichnung Baumpfleger ist aktuell in Deutschland leider nicht geschützt. Folglich darf sich jeder Baumpfleger nennen, der seiner Auffassung nach Baumpflege betreibt. Es gehört aber sehr viel mehr dazu als eine lange Leiter und eine Motorsäge. Langjährige Berufserfahrung ist neben der ständigen Bereitschaft sich fortzubilden, um technisch auf dem neuesten Stand zu bleiben, unerlässlich.

Wenn Menschen und Bäume auf engem Raum zusammenleben hat der Mensch hohe Ansprüche an den Baum, zum einen, was die Gestalt, zum anderen was die Bruch- und Standsicherheit der Bäume angeht. Dies macht Schnittmaßnahmen notwendig. Wenn Gebäude und Bäume sich den Raum streitig machen ist ein frühzeitiger Rückschnitt grundsätzlich von Vorteil, da die dem Baum zugefügten Schnittwunden kleiner bleiben. Im Regelfall schneiden wir nur im Schwachastbereich (bis 5 cm). Die alte „Weisheit“ viel hilft viel, ist unvereinbar mit einer fachgerechten Baumpflege. Jeder Baum hat seine eigene Geschichte und kann nur nach genauer Einzelfallanalyse seiner „Körpersprache“ und der ihn beeinflussenden Umgebungsfaktoren beurteilt werden.

Die praktische Tätigkeit des Baumpflegers umfasst aber nicht nur die Schnittmaßnahmen als solches. Sie beinhaltet vielmehr alle Maßnahmen die dem Erhalt des Baumes dienen. Der Einbau von Kronensicherungen, Bodenvorbereitung bei Pflanzungen und Standortverbesserungen bei bestehenden Baumstandorten, sowie die Baumwertermittlung, Baumkontrolle und eingehende Untersuchungen gehören genauso dazu.